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40 Jahre und Zukunft

Interview mit Katharina und Dr. Marius Beyersdorff

Die Geburtsstunde von PEKANA war in einer gut gehenden Apotheke in Sulzfeld. Wie kam PEKANA nach Kißlegg?

Katharina Beyersdorff: Die erste Herstellerlaubnis für das eigene Sortiment wurde bereits Mitte der 70er-Jahre erteilt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Arzneimittel sowohl in der Apotheke als auch im Umkreis von gut 20 Kilometer vertrieben. Die Ansprüche an die Produktion und die Rohstoffe waren von Anbeginn sehr hoch – zusammen mit dem Wachstum hätten wir auf jeden Fall einen An- oder Neubau angehen müssen. Da ein Neustart ausschließlich mit unseren homöopathisch-spagyrischen Arzneimitteln geplant war, haben wir uns gefragt: In welcher Region in Deutschland ist die Verbundenheit mit der Naturheilkunde besonders stark – das war damals eindeutig das Allgäu. Wir versprachen uns hier bessere Startvoraussetzungen. Natürlich hat uns auch der Freizeitwert und die Lebensqualität im Allgäu fasziniert.

Haben Sie den Schritt schon einmal bereut?

Katharina Beyersdorff: Nein, keinen Tag. Aber wenn ich heute manchmal an den Start denke – es waren schon große Herausforderungen zu meistern. Wir haben ohne tiefe Vorkenntnisse und Erfahrungen einen Produktionsbetrieb wortwörtlich aus dem Boden gestampft. Damals konnte auch nicht von einem Trend für Naturheilmittel gesprochen werden – vielmehr war es eine Nische. Einzig die Überzeugung für die eigens entwickelte und einzigartige Herstellmethode sowie die Überzeugung, dass wir das Richtige tun, war unsere Startbasis.

Sie haben den Schritt noch keinen Tag bereut. Aber gab es nie Krisen oder schwierige Zeiträume zu überbrücken?

Katharina Beyersdorff: Oh doch! Da gab es kleinere und größere Krisen. Gleich zum Start – Anfang der 80er-Jahre wurde die Heilpflanze „Osterlutzei“ verboten. Auch wir hatten die Heilpflanze bei ca. 25 Arzneimitteln im Einsatz. Dies führte über 2 Jahre für uns zu massiven Umsatzeinbrüchen – da waren wir gleich nach dem Start in der Existenz gefährdet. Allerdings war für mich 2006 das problematischste Jahr. Es ging um die Nachzulassung unserer Arzneimittel – wir mussten uns zwischen der Beibehaltung der Auslobung der Indikation oder der Beibehaltung und Auslobung unseres eigenständigen spagyrischen Herstellungsverfahrens entscheiden. Beides ging nicht mehr. Nach unzählig schlaflosen Nächten haben wir uns dann für die Einzigartigkeit unseres spagyrischen Verfahrens entschieden. Dadurch mussten viele Namen kurzfristig geändert werden – dies war für die Therapeuten und Kunden verwirrend und teilweise schwer nachvollziehbar – und wieder hatten wir Umsatzeinbrüche zu verkraften. Da hatten Sie handfeste Krisen zu überwinden.

Aber PEKANA gibt es immer noch. Wie haben sie die Krisen bewältigt?

Katharina Beyersdorff: Tatsächlich haben wir bisher jede Krise gut überstanden. Ich bin überzeugt, dass unsere klare Fokussierung auf unser einzigartiges Arzneimittelsortiment mit der hohen Wirksamkeit über alle Krisen geholfen hat. Die Therapeuten und Kunden haben früher oder später erkannt, dass PEKANA eine sehr hohe und konstante Qualität liefert. Ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor für die Bewältigung der Krisen war sicherlich auch der frühe Start im Export. Bezogen auf unsere Größe waren wir hier echte Vorreiter. Durch die Notwendigkeit zur Registrierung haben wir sehr früh die verschiedenen Zertifizierungen benötigt und uns so auf das heutige internationale Niveau entwickelt.

Herr Dr. Beyersdorff – Sie sind vor 2 Jahren in die Geschäftsführung eingestiegen. Was hat Sie dazu motiviert?

Dr. Marius Beyersdorff: Wie in klassischen Familienunternehmen sind wir mit der Firmagroß geworden und haben sehr früh einenEinblick erhalten. PEKANA hat sich überdie 40 Jahre naturheilkundlich und produktionstechnisch sehr gut aufgestellt – wir machen als einer der wenigen Naturheilmittelhersteller seit Beginn an die Wirkstoffherstellung ausschließlich im eigenen Betrieb in Kißlegg. Dies war über die ganzen Jahre mit sehr viel Investitionen verbunden. Für mich war es allerdings nicht von Anfang an klar, dass ich in das Familienunternehmen einsteigen will. Mit meinem Studium und der anschließende Promotion hat sich das aber zunehmend gereift. Jetzt bin ich glücklich, dass ich das Unternehmen zusammen mit meiner Mutter in der 2. Generation führen darf.

Herr Dr. Beyersdorff, von welcher Marktentwicklung können wir die nächsten Jahre ausgehen?

Dr. Marius Beyersdorff: Die meisten Prognosen gehen davon aus, dass sich der Kernmarkt in in Deutschland auf dem aktuellen Niveau einpendelt. Das heißt wir müssen uns in einem hoch kompetitiven Markt behaupten. Wollen wir hier weiter wachsen – und das wollen wir! – müssen wir besser und vielleicht auch etwas anders sein als unsere Mitbewerber. Wir sind sehr gut aufgestellt, haben ein gutes Gesamtsortiment. Deshalb macht es auch Sinn, kontinuierlich in unsere Marke PEKANA zu investieren. Wichtig, und das war schon die letzten 40 Jahre so, es soll ein beständiges und solides Wachstum sein. Kein Aktionismus – aber mit Klarheit und Konsequenz, wollen wir uns für die Zukunft aufstellen.

PEKANA hat ein breites Sortiment. Wird sich das Sortiment die nächsten Jahre ändern?

Dr. Marius Beyersdorff: Wir bleiben auf absehbare Zeit bei unserem ausgeglichenen und umfangreichen Sortiment. Um Gesundheit umfassend weiterzudenken, brauchen wir für möglichst viele Indikationen passende Arzneimittel, auch wenn das ein oder andere Arzneimittel isoliert gesehen wirtschaftlich nicht so erfolgreich ist. Aber wir beobachten, wie bisher auch, intensiv die Märkte und denken regelmäßig über Ergänzungen zum Kernsortiment nach. Hier sind wir wachsam und offen für Neues. Die letzten Monate wurde fast schon inflationär der Begriff Nachhaltigkeit durch die Presse gezogen.

Spielt Nachhaltigkeit für PEKANA ebenfalls eine Rolle?

Dr. Marius Beyersdorff: Aktuell wird der Begriff meiner Meinung nach sehr reduziert eingesetzt. Ursprünglich kommt der Begriff der Nachhaltigkeit ja aus der Forstwirtschaft und bedeutet einfach gesagt: die langfristig ausgewogene Bewirtschaftung. Das heißt, es muss alles dafür getan werden, dass das Gesamtsystem langfristig funktioniert. Betrachten wir unsere Philosophie, dann ist genau diese systemische Betrachtungsweise die Grundlage. Daher spielte und spielt die Nachhaltigkeit (im ursprünglichen Sinn des Nachhaltigkeitsbegriffs) für uns eine große Rolle. Aber wir wollen uns auch ganz klar von den aktuellen Modeerscheinungen abgrenzen – und konsequent einen schon lang eingeschlagenen Weg weiter gehen. Unser Motto lautet hier: „Wir werden jedes Jahr ein wenig besser“.

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